ALBERTO VENZAGO

Kaum eine Geschichte war Alberto Venzago zu gefährlich, weder das organisierte Verbrechen in Japan noch die Revolution im Iran. „Als Fotojournalist muss ich immer wieder in verschiedene Hüllen schlüpfen“, sagt der Gewinner des Robert Capa ICP Awards. „Im Vordergrund steht dabei nicht das schöne, sondern das wahre Bild“. Seine Fotoreportagen erscheinen in Magazinen wie Life, Sunday Times und Stern, GEO, vier Jahre arbeitete er für die Agentur Magnum: Alberto Venzago hat sich als „concerned photographer“ etabliert.


Venzago, der behände zwischen Film und Fotografie hin- und herspringt, kennt keine Berührungsängste: So setzte er etwa die Anti-Rassismus-Kampagne der Schweiz um, dokumentierte Projekte des ABB-Konzernes und der Winterthur Versicherung rund um die Welt oder entwarf für Navyboot eine Handtasche. Im Film „Mounted by the Gods“(2003) und ebenso im gleichnamigen Fotobuch hat er eine adäquate Aesthetik gefunden und erzählt in ausdrucksvollem Schwarzweiss.


Als Filmer hat Venzago verschiedene internationale Auszeichnungen gewonnen, inklusive 1998 am New York Filmfestival Gold für die Anti-Rassismus-Kampagne der Schweizerischen Eidgenosssenschaft, sowie den Silber Award für die „Free-Tibet“ Kampagne. Für den Musikfilm mit Sir Simon Rattle und den Berliner Philhamonikern : Trip to Asia bediente er die Kamera wie auch für den neuen Wim Wenders Film „Invisibles“. Sein neuester Film: „Mein Bruder-der Dirigent“ wird diesen Herbst in der Schweiz Premiere feiern.

 


Alberto Venzago, Zürich